Hamburg

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Hamburger Hafen

Ohne seinen Hafen wäre Hamburg nur eine Stadt unter vielen. So aber nennt es sich stolz Deutschlands »Tor zur Welt«. An die 11 000 Schiffe löschen hier pro Jahr ihre Ladung oder nehmen Waren auf, die in 325 verschiedene Häfen der ganzen Welt verschifft werden. Das gesamte Hafengebiet umfasst heute 74,4 km² einschließlich der Wasserflächen. 126 Mio. t wurden hier 2005 umgeschlagen, über die Hälfte davon in Containern. Trotz aller Rationalisierungen zählt der Hafen immer noch zu Hamburgs größten Arbeitgebern: Weit über 100 000 Menschen leben direkt oder indirekt vom Geschäft mit den Schiffen. Seit der Öffnung des Ostens gibt es einen neuen Aufschwung.

Der Hamburger Hafen ist ein so genannter »offener Tidehafen«. Die Zufahrt von der Nordsee über die Unterelbe wird nicht durch Schleusen reguliert, und so macht sich der Unterschied von Ebbe und Flut, eben die Tide, bis nach Hamburg hinein bemerkbar. Der Tidenhub beträgt im Hafen im Schnitt immerhin noch 3,61 m.

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Michaeliskirche

Gemeinhin »Michel« genannt. Obwohl die jüngste unter Hamburgs fünf Hauptkirchen (die heutige Form stammt aus dem 18 Jh.), ist ihr Turm, der 132 m hohe »Michel«, das Wahrzeichen der Stadt. Die mehrfach niedergebrannte Kirche wurde immer wieder aufgebaut. Besichtigen Sie auch die 2005 neu eröffnete Gruft mit dem Grab von Carl Philipp Emmanuel Bach. Das Zifferblatt der größten Turmuhr Deutschlands hat einen Durchmesser von 8 m, die Ziffern sind 1,35 m hoch. Prächtiger Rundblick vom Turm.

Fischmarkt

Ein Muss für jeden Hamburgtouristen, am besten gleich an den Kneipenbummel anschließen. Jeden Sonntag früh (im Sommer ab 5, im Winter ab 7 Uhr) bis halb zehn (dann ist es für die richtigen Schnäppchen aber schon zu spät). Aale, Bananen und Grünpflanzen werden gern auch als Wurfgeschosse benutzt. Fisch gibt es übrigens auch noch zu kaufen – wenn man im Gedrängel durchkommt.

Rathaus/Rathausmarkt

Blicken Sie nach oben: Dort steht geschrieben: Libertatem quam peperere – maiores digne studeat – servare posteritas, was übersetzt so viel bedeutet, dass die Nachkommen die Freiheit erhalten mögen, die ihre Väter erwarben. Hoch geht es alljährlich am 24. Februar her, wenn das Matthiae-Mahl zelebriert wird – das älteste noch begangene Festmahl der Welt (seit 1356). Geladen sind ausschließlich »Hamburg freundlich gesonnene« Gäste, was der Hansestadt schon viel Nutzen eingebracht hat. Nach dem großen Brand von 1842, bei dem das alte Rathaus dran glauben musste, wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, der sich ewig hinzog, bis das neue Rathaus endlich am 26. Oktober 1897 eingeweiht werden konnte.

Das Gebäude ist auf etwa 4000 Rammpfählen errichtet, denn der Alstermarschboden konnte den 70 m breiten und 111 m langen Bau zunächst nicht tragen. Schon von außen wirkt der Bau prachtvoll, innen geht es dann tatsächlich mehr als großbürgerlich und gar nicht mehr hanseatisch bescheiden zu. Eine Besichtigung lohnt unbedingt. An der linken Ecke des Gebäudes befindet sich der Eingang zum Ratsweinkeller mit gutbürgerlicher Küche.

Hagenbecks Tierpark

»Geh’n wir mal nach Hagenbeck« heißt es seit 1848, damals stellte Gottfried Clas Hagenbeck auf dem Spielbudenplatz an der Reeperbahn sechs Robben aus. Seit 1907 residiert der Zoo in Stellingen. Erstmalig auf der Welt lebten die Tiere hier in Freigehegen. Auf dem 27 ha großen Gelände finden sich Teiche, nachgebildete Gebirge, Saurier in Originalgröße, eine japanische Insel und vor allem das lichtdurchflutete Orang-Utan-Haus, das bei gutem Wetter zum Freigehege wird. Ein tolles Erlebnis für Groß und Klein! 2500 Tiere aus aller Welt sind heute bei Hagenbeck zu Hause. Der NDR filmte hier seine Spots für die Pausen zwischen der Werbung – Walross Antje steht allerdings mittlerweile ausgestopft im Zoologischen Museum. Auf keinen Fall die Elefanten versäumen: Sie nehmen gern auch Geldscheine entgegen, die sie den Wärtern artig in die Tasche stopfen.

Jungfernstieg

Nach der opulenten Renovierung der Alsterpromenade gilt der Jungfernstieg wieder als höchst präsentable Einkaufsstraße. Schön ist es in der Tat geworden, mit den verschiebbaren Holzbänken auf den Alstertreppen, den Gehwegen und dem vielen, vielen Platz hier mitten in der City. Nur die neuen Bodenfliesen (eine Extraanfertigung) machen Ärger: Erst verschmutzten sie zu schnell, dann waren sie bei Regen zu glitschig und im Winter spiegelglatt. Schönheit hat eben ihren Preis.

Chilehaus & Sprinkenhof

Das expressionistische Backsteingemäuer mit seiner kühnen, schiffsbugartig zulaufenden Spitze liegt mitten im Kontorhausviertel. Das Chilehaus, 1922-24 mit 4,8 Mio. Backsteinen erbaut, gilt als Hauptwerk des Architekten Fritz Höger, auch der »Klinkerfürst von Hamburg« genannt. Der Name des Hauses hat übrigens mit den Geschäften des Bauherrn zu tun: Henry B. Sloman war durch den Import von Chile-Salpeter reich geworden.

Noch größer als das Chilehaus ist der ebenfalls von Höger erbaute benachbarte Sprinkenhof mit seinen riesigen Innenhöfen. Vor einigen Jahren wurde der dreiteilige Bau wunderbar renoviert und sollte edle Läden beherbergen. Doch die Mieten sind offenbar zu hoch – vieles steht leer.

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